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6 Medaillen für deutsche Rollis bei WC in Malchow

Während draußen eine kalte dicke weiße Schneedecke das öffentliche Leben fast zum Erliegen brachte, kochten drinnen in der Sporthalle an der Malchower Clara-Zetkin-Straße die Emotionen hoch: Drei mal zwei schien die Zauberformel für die deutsche Rollstuhl-Equipe zu sein: Zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze standen nach dem letzten Touché am Sonntagmorgen auf der Ergebnisliste von Cheftrainer Swen Strittmatter, dazu noch zwei ausgezeichnete Platzierungen unter den ersten Acht.Fast hätte die in der Degen-Rollstuhlfechten-Weltrangliste führende Simone Briese-Baetke (Tauberbischofssheim) das Double geschafft. Nachdem für sie am ersten Wettkampftag bereits die Deutsche Nationalhymne für ihren Sieg mit dem Lieblingssportgerät Degen nach einem "Herzschlagfinale" erklungen war, stand sie am Samstag bei den Florettwettbewerben doch noch einmal auf der Finalplanche. Nach einem furiosen Auftakt gegen die 18-jährige Teamkameradin Annabell Breuer (Biberach) musste sie dann doch deren unbändigem Kampfwillen Respekt zollen und ihr den Goldplatz auf der Siegertreppe überlassen. Trotzdem strahlte sie nach dem Kampf mit ihrer ganzen Persönlichkeit: "Ich bin einfach nur glücklich über dieses Ergebnis! Gestern wollte ich unbedingt gewinnen, nach dem Ergebnis wollte ich's heute gelassen angehen und sehen, wie weit ich komme." Aber auch Goldmädchen Annabell Breuer konnte einen doppelten Medaillensatz aus dem sympathischen Müritzstädtchen mit nach Hause nehmen. Am Freitag hatte sie sich mit einer Bronzemedaille im Damendegen bei der Siegerehrung präsentieren können. Da wollte auch die Dritte im Bunde, Zarife Imeri aus Esslingen, nicht zurückstehen. Sie komplettierte den Medaillensatz mit dem dritten Platz im Damenflorett in der Kategorie A und platzierte sich im Damendegen auf dem achten Rang. Mit dem Schwung dieser Ergebnisse waren sie dann im Degen-Teamwettbewerb am Sonntag erst im Finale von der starken Equipe aus Hongkong zu stoppen.

Die sechs Herren mit den deutschen Farben auf den Anzügen wussten von vorne herein, dass es schwer werden würde mit Medaillenplatzierungen. "Altmeister" Uwe Bartmann (Jena), mehrfacher Paralympicteilnehmer, ehemaliger Weltmeister und international erfahrener Rollstuhlfechter, rechnete sich bei seinem Comeback ohnehin nur Außenseiterchancen aus, war nach langer Wettkampfpause mit seinen Plätzen 14 im Degen und 15 im Säbel durchaus zufrieden. Für die deutschen Nachwuchsherren galt es denn auch hauptsächlich, internationale Wettkampfluft zu schnuppern und Erfahrungen gegen teilweise fast doppelt so alte "alte Hasen" zu sammeln. Lohn für ihre mutigen Auftritte war der achte Platz im Säbel für Dimitrij Rout (Rostock) und Platz fünf im Teamwettbewerb. "Turnierchefin" Ira Ziegler (Esslingen), Vorsitzende des Fachbereichs Rollstuhlfechten im Deutschen Rollstuhlsportverband, sieht die Aufbauarbeit des Trainerteams nach einem deutlichen Generationenwechsel bei den Herren bestätigt und sieht den Nachwuchs für die Zukunft auf einem guten Weg in die oberen Ranglistenplätze.

Begeistert waren die 99 Sportler aus insgesamt 15 Nationen und ihre Betreuer von der ausgezeichneten Organisation des World-Cups. Das sahen auch die Offiziellen und Verantwortlichen so und votierten für eine Wiederholung in zwei Jahren. Für den hohen Stellenwert der Veranstaltung spricht auch, dass der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher (Bergneustadt), ebenso alle Tage anwesend war und mit großer Begeisterung die Wettkämpfe begleitete wie der Präsident des Behinderten-Sportverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Becher (Rerik). Die für das Rollstuhlfechten im Deutschen Fechter-Bund zuständige Vizepräsidentin Margit Budde (Paderborn), gleichzeitig auch Mitglied in der Wheelchair-Commission des Europäischen Fechtverbandes, war auch bei der zweiten Auflage des Weltcups voll des Lobes für den Einsatz aller Verantwortlichen und betonte besonders den großen Einsatz der örtlichen und regionalen Einrichtungen und Behörden.

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